Lesen statt laufen: 2 258 Euro gesammelt
24. Januar 2026 von Marian Krüper
Große Freude in der Westerbergschule: Mit einer beeindruckenden Leseaktion haben die Schülerinnen und Schüler eine Spendensumme von insgesamt 2.258 Euro gesammelt. Angetrieben von der Arbeitsgruppe „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE-AG) lasen die Kinder für den guten Zweck. Der Erlös kommt zur Hälfte UNICEF und zur anderen Hälfte dem Förderverein der Schule zugute.
„Ich wollte nicht wieder den klassischen Sponsorenlauf machen, sondern dachte, wir machen das mal anders – über das Lesen“, erklärte Lena Bock, Fachlehrerin der BNE-Arbeitsgruppe, die Entstehung der Idee zu dem Projekt „Lesen für UNICEF“. Die Aktion wurde mit dem bundesweiten Vorlesetag im November verknüpft und stieß auf große Resonanz.
Das Prinzip ist einfach: Die Kinder suchten sich in ihrem Umfeld Sponsoren – Eltern, Großeltern oder Nachbarn – die für jede gelesene Seite einen kleinen Betrag spendeten. Das Ergebnis übertraf alle Erwartungen, nicht nur im Spenden-Ergebnis. „Die Beteiligung der Kinder war hoch, sie hatten total viel Spaß und waren super motiviert“, berichtete Bock. Ein besonderes Highlight sei der Besuch in der Heilig-Kreuz-Kita gewesen, wo die AG-Kinder den Jüngsten vorlasen.
Eine Schülerin ragte dabei besonders heraus: Johanna Stier aus der Klasse 4b sammelte im Alleingang die beeindruckende Summe von 190 Euro. „Sie hat sich mehrere Sponsoren gesucht und dann offenbar extrem viel gelesen“, so ihre Lehrerin stolz. Die Grundschülerin selbst hatte sich sehr über die Aktion gefreut, da sie schon von Beginn der Schulzeit besonders gern liest. „Richtig toll war es vor den Kindergartenkindern zu lesen und besonders gerne mag ich die Reihe „Die magischen Tierfreunde“.“
Die Hälfte der Spendensumme, rund 1.100 Euro, wurde nun an die Vertreter der UNICEF-Arbeitsgruppe Lippstadt übergeben. Werner Lödige, Mariella Bousabarah und Diederik van den Berg zeigten sich beeindruckt vom Engagement der Kinder. „Wir wollen uns ganz, ganz herzlich bedanken“, sagte Lödige zu den anwesenden Schülerinnen und Schülern. Anschaulich erklärte er, ihnen dann, was mit der Spende geschehen soll: „Mit dem Geld werden Kinder in Ländern unterstützt, die eben nicht so tolle Schulgebäude haben.“ Für nur zwei Euro könne UNICEF beispielsweise einen kleinen Schulranzen mit Heften und Stiften für ein Kind in einer Notsituation finanzieren. Die Summe aus Belecke reiche also für über 500 solcher „Schulen im Rucksack“. Darüber hinaus werde das Geld auch für hochkalorische Erdnusspaste verwendet, um mangelernährte Kinder zu versorgen und so Leben zu retten. In diesem Jahr stehe besonders das Bildungsprojekt „Let Us Learn“ in Madagaskar im Fokus.
Der konkrete Kontakt zu UNICEF kam über den Vorlesetag zustande, an dem Werner Lödige selbst in der Westerbergschule vorgelesen hatte. Seit dem vergangenen Jahr ist er ehrenamtlich in der UNICEF-Gruppe in Lippstadt aktiv, die ihrerseits bereits seit 30 Jahren besteht. Die Mitglieder besuchen regelmäßig Schulen, um über die Lebenssituation von Kindern weltweit aufzuklären und unterstützen die bundesweiten Aktionen, wie nun im Februar, etwa den „Red Hand Day“ gegen den Einsatz von Kindersoldaten.
Auch der Förderverein der Westerbergschule hat bereits klare Vorstellungen über die Verwendung seines Anteils: Das Geld soll weitere Projekte der BNE-AG finanzieren. Geplant ist unter anderem eine Aktion mit dem Umweltmobil des Landschaftsinformationszentrums (LIZ).
Text und Fotos: Gaby Schmitz, Warsteiner Anzeiger
























































